
Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften der Anlageklasse Private Equity, wie etwa einem ausgewogeneren Rendite-Risiko-Profil als bei Aktien- oder Renteninvestments und der geringen Korrelation mit diesen Anlageformen, rückt Private Equity zunehmend auch in den Blickpunkt privater Kunden. Der Anteil alternativer Anlagen am Vermögen wohlhabender Privatleute hat sich laut einer Studie von Merrill Lynch in den vergangen Jahren mit 20% verdoppelt. Weltweit haben sich die Zuflüsse in Private Equity Beteiligungen sogar verdreifacht. Da institutionelle Anleger immer auf der Suche nach Anlagen sind, die höhere Renditen als Aktien und Renten abwerfen, profitieren in der Regel alternative Anlagen von negativen Bewegungen am Aktien- und Rentenmarkt. Insbesondere Buy-out-Fonds haben in der jüngsten Vergangenheit eine außerordentlich starke Rendite erwirtschaftet.
Rund die Hälfte aller im Fundraising befindlichen Private Equity Fonds wird mit einem Drittel des angestrebten Gesamtkapitalvolumens im Buy-out-Segment investieren und ist auf den Mittelstand spezialisiert. Aufgrund des steigenden Interesses an Private Equity wird der Wettbewerb mit einer wachsenden Zahl von Marktteilnehmern zunehmend intensiver.
Es ist bemerkenswert, dass voraussichtlich 63% des gesamten Kapitalvolumens in den USA und lediglich 32% in Europa eingesammelt werden. Deshalb besteht gerade im europäischen, aber auch im asiatischen Raum, großer Nachholbedarf. Die 30 deutschen Private Equity Häuser planen insgesamt 5 Mrd. € Kapital einzuwerben. Marktentwicklung Private Equity gewinnt insbesondere in mittelständischen Unternehmen an Bedeutung, gilt es doch als Mittel zum erfolgreichen Generationswechsel, der in den nächsten Jahren bei zahlreichen Unternehmen bevorsteht. Gibt es keinen Nachfolger im Unternehmen bleibt nur die Möglichkeit eines Management Buy-outs, eines Management Buy-ins bzw. eines Verkaufs.
Da das Basel II Abkommen die Aufnahme von Fremdkapital für die Unternehmen erschwert, wird die Nachfrage nach alternativen Finanzierungsinstrumenten, wie z.B. Private Equity angekurbelt werden.
Weiter fortgeschritten in diesem Transformationsprozess ist zum Teil das europäische Ausland. In Großbritannien erreicht das Private Equity-Volumen 1% des Bruttosozialprodukts, auf dem europ. Kontinent ist es gerade einmal ein halbes Prozent - Deutschland liegt bei 0,25 %.
Für den Privatanleger heißt das im Gegenzug, dass mit Private Equity eine neue Anlageklasse entstehen wird, die auch ihn an den Erfolgen der Restrukturierung europäischer Unternehmen teilhaben lässt.
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